Geschichte

Geschichte

„Nach langen und schweren Bemühungen seitens unseres Aktivmitgliedes Durisch Franz gelang es durch Sammeln von Unterschriften anlässlich des Fronleichnamsfestes, einen Tambourenverein zu gründen.“ Mit diesen Worten beginnt das 1. Protokoll des Vereins vom 27. Juli 1931. Was damals mit vielen Schwierigkeiten geschaffen und in der Folge mit viel Herzblut und Fleiss weiterentwickelt wurde, präsentiert sich heute als junger, nicht minder fleissiger Verein, welcher über die Jahre die Geschichte des Dorfes Domat/Ems zumindest mitprägte und es immer noch tut.

Der Tambourenverein Domat/Ems wurde 1931 gegründet, das militärische Trommelspiel und die Begleitung der Kirchenfeste lassen sich jedoch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Heute bildet der Tambourenverein einen festen Bestandteil des Emser Kulturlebens. Als Teil der Parade ziehen die „Schumbraders“ an den Prozessionen von Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt in historischen Uniformen durch das Dorf. An den Vorabenden der Kirchenfeste schlagen manchmal über 50 Tambouren jeglichen Alters den Zapfenstreich. Auch an weltlichen Festen, Konzerten und natürlich an der Fasnacht in Domat/Ems und Chur wissen die Tambouren das Publikum musikalisch zu unterhalten. Zu den Höhepunkten in der Vereinsgeschichte gehören auch die Vatikanreisen von 1979 und 1999 zur Vereidigung der Schweizergarde und Audienz bei Papst Johannes Paul II.

Einen Schwerpunkt im Vereinsleben bildet seit der Gründung die Teilnahme an Wettspielen. So konnte der Verein bereits vier Schweizermeistertitel (1974, 78, 94 und 98) sowie vier Ostschweizertitel in der höchsten Kategorie erspielen. Am letzten Eidgenössischen in Basel erreichten die Emser den 6. Rang.

Der Verein zählt heute rund 80 Mitglieder, welche sich auf den Stamm, die Jungtambouren, die Gruppe 99, die Alte Garde sowie vier Anfängergruppen verteilen. Die Nachwuchsausbildung hat einen hohen Stellenwert und wird mit dem entsprechenden Erfolg belohnt. Zwischen 1988 und 2006 haben die Emser Jungtambouren dreizehn der vierzehn Ostschweizerischen Jungtambourenwettspiele gewonnen.